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Sonntag, 6. Mai 2012

Theater Ensemble LABLE NOIR kommt nach München




                                                                  
Deutscher sein ist schwer, Afro-Deutsch noch schwerer
Label Noir präsentiert:
zum 1. Mal in München

'HEIMAT, BITTERSÜßE HEIMAT '
Ein Theaterabend in 5 Kapiteln mit Musik
vom 7.-9. Mai '12 jeweils um 19.30 Uhr in der Theater Halle 7  www.werkmuenchen.de

Es ist nicht der Neonazi mit Baseball-Schläger, der seiner schwarzen Mitbürgerin auf der Parkbank Gesellschaft leistet. Nein: Es ist die rüstige Rentnerin mit Einkauftasche, erfreut von dem exotischen Anblick. Doch die vermeintliche Fremde auf der Bank spricht fließend Deutsch, was ihre neue Nachbarin nun erst recht toll findet. „So eine schwere Sprache! Und dann so gut gelernt!“ Gar nicht gelernt, sagt die Fremde genervt: „Ich bin deutsch.“ Was dem Fass nun vollends den Boden ausschlägt. "Deutsch? Und farbig? Beides zusammen?"

LABEL NOIR heißt das (Afro-) Deutsche Theater Ensemble, bestehend aus zehn SchauspielerInnen.

Mit seiner ersten Produktion: 'Heimat, bittersüße Heimat' hat Label Noir im März in Brandenburg und im Juni in Berlin 2010 eine hochgelobte und viel beachtete Premiere gefeiert, über die unter anderem auch die BBC die berichtet hat.Das Ensemble bereits  restlos ausverkaufte Gastspiel wie am Concordia Theater in Bremen, Ballhaus Naunynstrasse (Berlin), Unterhaus in Mainz,.. . In naher Zukunft werden wir einer Einladung der 'German Association' in die USA folgen.

'Heimat, bittersüße Heimat' ist ein gesellschaftkritisches Stück, das sich mit Heimat, Zugehörigkeit und multikultureller Identität in Zeiten der globalisierten Gesellschaft auseinandersetzt.
Der humanistisch gebildete, Menschen verschiedenster Herkunft zu seinem Freundeskreis zählende und in Political Correctness ebenso wie in Fremdsprachen bewanderte deutsche Durchschnittsbürger unterliegt immer wieder dem grausamen Irrtum, Rassismus sei ein Phänomen, das sich ausschließlich im Denken und Handeln Keulen schwingender Neonazis und rechtsextremer NPD-Volksverhetzer offenbart.
'Heimat, bittersüße Heimat' erzählt, beschreibt oder klärt  gar auf wie tief dieser Stachel des Alltagsrassismus in einem jeden von uns sitzt. Das ist bitter. Doch süß ist Deutschland auch, denn Heimat läßt sich kaum an der Farbe der Flagge fest machen, sondern doch eher an  Freunden,
Erinnerungen, dem Kiosk an der Ecke.....
Mehr als ein Blick in die Vergangenheit und Spiegel der Gegenwart ist "Heimat, bittersüße Heimat" ein Ausblick in die Zukunft, ein erfüllter Wunsch mit Nachahmungscharakter - humorvoll, gleichzeitig mit viel Tiefgang, jedoch ohne erhobenen Zeigefinger. Das Stück ist darum ein besonders wertvoller Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Herausforderungen und Möglichkeiten der multikulturellen (Theater-) Gesellschaft.
Weiteres Presse-, Video - und Bildmaterial unter www.labelnoir.net
Trailer zu " HEIMAT,BITTERSÜß E HEIMAT ": http://www.youtube.com/watch?v=mVeG_yckWPU
Anbei Flyer
 "Es ist eine in ihrem bitteren Witz grandiose Performance, eine zutiefst ernste und zugleich knallig humorige Show – in der ersten Hälfte. Danach
 begibt sich Regisseurin Lara-Sophie Milagro hinein in die tragische Komplexität des Rassismus-Problems"
 (Dr. Johannes Bruggaier, Kreiszeitung, Bremen)*

 "Die afro-deutschen Schauspieler überspitzen ihre Figuren mit einer deftigen Portion Situationswitz, in dem allerdings auch ungemütliche
 Töne stecken. Denn es sind Dialoge mit einem Schlag ins Absurde, Situationen, denen mit Vernunft kaum beizukommen ist. Und sie belegen,
 dass übertriebenes Verständnis zwar gut gemeint sein mag, aber auch nur eine andere Ausprägung von Unbehagen und diskriminierenden Ressentiments zum Kern haben mag."
 (Simone Kaempf, nachtkritik)

"Dabei bleibt einem bei vielen Szenen das Lachen auch im Hals stecken, man fühlt sich ertappt. Denn die Vorurteile, mit denen sich 'Heimat,
 bittersüße Heimat' auseinandersetzt, sind nicht die der 'bösen Seite', der Nazis. Es ist die Ignoranz der vermeintlich aufgeklärten, vielleicht
 sogar linken Mittelschicht, das politisch korrekt verpackteUnverständnis des Bürgertums."
 (Arianne Lemme, taz, Berlin)

 




  Theater Ensemble  Label Noir aus Berlin. Label Noir wird mit "Heimat,bittersüße Heimat " vom 7.-9. Mai zum ersten Mal in München - in Halle7/WERKmünchen-gastieren.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

* * * Schwarzer Schauspieler gesucht * * *

Hi zusammen,

Für eine Lesung in November wird ein Schwarzer Schauspieler dringend gesucht.

Die Lesung "Die Asyl-Monologe" ist eine Kooperation zwischen der ISD und die Bühne für Menschenrechte.

Bühne für Menschenrechte erzählt von Menschen, die Grenzen überwunden, Verbündete gefunden, ein "Nein" nie als Antwort akzeptiert und unter aussichtslosen Bedingungen immer weiter gemacht haben - mit dem Ziel eines Lebens in Sicherheit und mit Menschenwürde.

Das Ganze findet am Samstag, 12. November abends statt.
Für weitere Informationen über die Veranstaltung bitte hier klicken: 
http://www.buehne-fuer-menschenrechte.de/

Eine Rolle wird von Asad Schwarz-Msesilamba gelesen, Musik wird von Daniele Daude gespielt.

Dies ist eine Soli-Veranstaltung.

Über Ideen oder gar Angebote würde ich mich sehr freuen.

Viele liebe Grüße
Sharon Dodua Otoo

Dienstag, 26. Oktober 2010

Event: Theater - Berlin - Afrika: 50 Jahre Unabhängigkeit

Theater - Weltpremiere

TRAUMATISMES - TRAUMATA

VON OUSMANE ALEDJI UND DEM THEATERENSEMBLE AGBO-N'KOKO AUS COTONOU/ BENIN


Kann man 50 Jahre afrikanische Unabhängigkeiten wirklich feiern? Was ist passiert damals und seitdem? Mit „Traumata – Traumatismes“ zieht Ousmane Aledji auf künstlerische Weise Bilanz. Sarkastisch, manchmal resigniert, dann wieder wütend, aufbrausend, kämpferisch inszeniert er hier das kollektive Gedächtnis der "kleinen Leute". Was ist aus den panafrikanischen Visionen eines Césaire, Lumumba oder Nkrumah geworden?
Inspiriert von Aimé Césaires Bühnenstück „Im Kongo“ verbindet die Inszenierung Schauspiel mit Videoprojektionen und Hip Hop. Hip Hop wird hier zu einer Wiederaufwertung historischen Wissens und ein zeitgenössisches Medium des Lernens über Afrika.